KANA 2016

Wie schon seit Jahren üblich kamen am ersten Juli Wochenende aus allen Teilen Österreichs Jugendliche zum KANA-Fest nach Maria Roggendorf. Diesmal stand die Barmherzigkeit im Mittelpunkt und so verwunderte es auch nicht, die selige Mutter Teresa als Speisemeister anzutreffen. Anstatt der Katechese begeisterte Torsten Hartung mit seinem Glaubenszeugnis, wie er vom verurteilten Mörder zum Täter der Barmherzigkeit wurde – inmitten einer atheistischen Welt ohne jeglichen christlichen Einfluss seiner Umwelt, ausgenommen von Gott. In seiner Einzelhaft begann er mit ihm zu sprechen und erhielt Antwort, was sein Leben veränderte. Jetzt lässt er jugendliche Straftäter die Barmherzigkeit Gottes erfahren, indem er in Gefängnissen Seelsorgegruppen leitet und sogar frisch entlassene bei sich zu Hause in seiner Familie aufnimmt. Bei „Offen Gesagt“ waren neben ihm auch noch ein Kandidat des Klosters St. Josef und eine Volontärin der Mutter Teresa Schwestern eingeladen um über ihre Sicht der Barmherzigkeit und des Gebets zu sprechen.

 

Höhepunkte beim KANA-Fest sind immer zwei Ms – die heiligen Messen am Anfang und am Ende. Dort erfahren die Jugendlichen, was es heißt fades Wasser in freudespendenden Wein zu verwandeln. Schwungvolle Musik und ins Herz gehende Predigten der jungen Kapläne Christoph Weiss und Tomasz Iwandowski ließen die Herzen der Jugendlichen höherschlagen.

 

In Maria Roggendorf gibt es eine Pforte der Barmherzigkeit und seit dem KANA-Fest sogar zwei: Eine eigens gefertigte Pforte wurde in einem Workshop mit den 14 Werken der Barmherzigkeit bemalt und vor der eigentlichen Pforte aufgestellt.

 

Spiel und Spaß rundeten das Programm ab: Für Bibelthriller, Volleyball, Fußball und Rosenkranzknüpfen sowie die Mönche bei ihren Versuchen über die Slackline zu balancieren beobachten war genügend Zeit.

 

Eine Prozession mit Gesang und Gebet zum Zisterzienserinnenkloster in Marienfeld, wo die Stunde der Barmherzigkeit stattfand, stärkte die Gemeinschaft mit Jesus und Maria. Dort, aber auch während des ganzen Festes, nutzen die Jugendlichen die Möglichkeit der Beichte und trugen ihre Sorgen vor den Herrn.